Newsletter 11. Mai 2026
verfasst von Hartwig Thomas
Newsletter online: https://www.schellack-archiv.ch/repository/newsletter/26-NL0002Z.html
Laufend kommen neue digitalisierte Tonspuren von Schellackplatten in das Archiv der Schweizerischen Stiftung Public Domain. Diejenigen, die uns irgendwie interessant vorkommen, werden jeweils in unregelmässigen Abständen in unserem Newsletter vorgestellt.
Dieser Newsletter enthält Unterhaltungsmusik, klassische Musik aus den Fundi von Carl Flisch und Martin Osterwalder.
Unsere Website (https://www.schellack-archiv.ch/) enthält nähere Erklärungen zum Stand unserer Arbeiten.
Inhalt dieses Newsletters
English Summary
Blockierter Newsletter
Public Domain Infrastruktur
Spenden und Unterstützung
Klassische Instrumentalmusik
Chormusik
Lied, Song, Ballade
Oper, Operette, Filmmusik
Salonmusik
Schlager
Marschmusik
Ländler
Vinyl 78 Touren
Verschiedenes
English Summary
This newsletter documents the progress in establishing an inventory of the archive of shellac records of the Swiss Foundation Public Domain. The records mentioned below can be accessed through the following playlists and albums:
Instrumental Music
Choir Music
Lied
Song, Ballad
Opera Arias
Operetta, Musical
Film Music
Salon Music
Schlager
Military Marches
Ländler
Vinyl 78 rpm
Miscellaneous
Wolfgang Amadeus Mozart Concerto en Mi Bémol Majeur pour Piano et Orchestre played by Walter Gieseking, conducted by Hans Rosbaud
Ludwig van Beethoven Quartet in C Sharp Minor (Cis Moll) played by the Busch Quartet (Adolf Busch, Gösta Andreasson, Karl Doktor, Hermann Busch)
Gioacchino Rossini Overture "Semiramide" conducted by Arturo Toscanini
Maurice Ravel L'Enfant et les Sortilèges conducted by Ernest Bour
Donations are sorely needed to pay for the materials and the rent of the storage space.
Blockierter Newsletter
Unser letzter Newsletter wurde leider vom Mailsystem der Microsoft für einige Outlook- und Hotmail-Adressen wegen angeblicher Sicherheitsprobleme blockiert, mit denen wir nichts zu tun hatten. Diese Adressen waren für uns eine Woche lang nicht erreichbar. Wir hoffen, dass Microsoft das Problem nun behoben hat. Die Betroffenen können den Newsletter hier nachlesen: https://www.schellack-archiv.ch/repository/newsletter/26-NL0001Z.html
Public Domain Infrastruktur
"Public Domain" wird von Schweizer Juristen mit "gemeinfrei" übersetzt. Damit ist gemeint, dass für geistige Inhalte keine Urheberrechte geltend gemacht werden können, weil ihre Schutzfrist abgelaufen ist, oder, weil die Urheber darauf verzichtet haben. Viele Programmierer verzichten oft schon vorher auf Urheberrechtschutz und machen ihre Werke allgemein verfügbar, indem sie diese in die Public Domain geben, weil sie wissen, dass ihre komplexen Projekte nur in freier Zusammenarbeit vieler Urheber entstehen können, welche man nicht einzeln um Erlaubnis bitten kann. Leider hat die deutsche Sprache nicht viel übrig für die Allgemeinheit. Die Wörter "gemein" und "Gemeinheit" werden meist sehr negativ gebraucht. Darum ziehen wir Bezeichnungen wie Allmend oder Public Domain vor, die darauf hinweisen, dass die Werke nicht niemandem gehören, sondern uns allen als Teil unseres Kulturellen Erbes. Unsere Schweizer Stiftung Public Domain widmet sich der Aufgabe, dieses gemeinsame kulturelle Erbe zu pflegen und allgemein verfügbar zu machen. Die meisten Werke auf den Schellackplatten unseres Archivs sind in der Public Domain, weil seit 1960 keine Schellackplatten mehr hergestellt werden und die überlangen urheberrechtlichen Schutzfristen in den meisten Fällen abgelaufen sind.
In den letzten Wochen haben wir auch die Infrastruktur unserer Archivarbeit in die Public Domain verschoben: Wir haben alle PCs von Windows 10 auf Debian 13 umgerüstet. Debian ist ein Linux-Betriebssystem, dessen Komponenten sämtlich zur Public Domain gehören. Damit entfällt für uns der Stress mit dem Zwang zur täglichen Anmeldung bei Microsoft und das Risiko, dass uns die US-Regierung von einem Tag auf den anderen die IT-Infrastruktur mit Hilfe der automatischen Updates abstellt. Wir halten einen solche Fall nicht für wahrscheinlich, finden es aber dennoch beunruhigend, dass die IT-Infrastruktur der ganzen Welt von wenigen Stellen bei Microsoft, Apple und Google lahmgelegt werden kann. Die Umstellung war relativ schmerzlos, weil wir schon unter Windows fast ausschliesslich Public Domain Software nutzten (LibreOffice, Thunderbird, Firefox, Audacity, VLC, Gimp, MariaDb, Eclipse, Python, Subversion ...).
Spenden und Unterstützung
Die Schweizerische Stiftung Public Domain ist dringend auf Spenden angewiesen, um die Lagermiete und das Archivmaterial (Plattenhüllen, Archivschachteln) und externe Digitalisierungen von Tonbändern zu bezahlen.
Sämtliche Arbeit am Archiv wird ehrenamtlich geleistet.
Bitte unterstützt diese Arbeit!
Mitgliedschaft Förderverein
Wer wünscht, dass das Schellackplatten-Archiv auch längerfristig besteht, wird gebeten, dem Förderverein beizutreten.
- Mitglieder (100 CHF/Jahr),
- Gönner (250 CHF/Jahr) und
- Institutionen als Mitglieder (2000 CHF/Jahr)
Helfer gesucht
Man kann uns auch unterstützen, ohne etwas zu spenden. Wir suchen Helfer auf folgenden Gebieten:
- Bekanntheit des Schellack-Archivs steigern
- Treffen organisieren
- Präsenz auf Social Media aufbauen und pflegen
- Wikipedia-Eintrag für unser Archiv erstellen
- Wikipedia-Einträge für Interpreten und Komponisten unserer Platten erstellen
- Kontakte mit anderen Organisationen aufnehmen und pflegen
- Redaktion Newsletter
- Unsere Internet-Radio-Kanäle technisch betreuen
- Unsere Internet-Radio-Kanäle inhaltlich betreuen
- Fundraising
Es genügt, uns Interesse an Mithilfe als Antwort auf diesen Newsletter zu bekunden.
Instrumentalmusik
Klassische Instrumentalmusik passte oft nicht wie Unterhaltungsmusik auf eine Plattenseite. In der Playlist sind viele kurze Stücke enthalten, die auf einer oder zwei Seiten Platz haben.
Titelseite Klavierauszug
Alben mit klassischer Instrumentalmusik
Die meisten klassischen Instrumentalstücke benötigen mehr als zwei Plattenseiten. Wir haben sie in den folgenden Alben zusammengefasst:
- Wolfgang Amadeus Mozart Concerto en Mi Bémol Majeur pour Piano et Orchestre played by Walter Gieseking, conducted by Hans Rosbaud
- Ludwig van Beethoven Quartet in C Sharp Minor (Cis Moll) played by the Busch Quartet (Adolf Busch, Gösta Andreasson, Karl Doktor, Hermann Busch)
- Gioacchino Rossini Overture "Semiramide" conducted by Arturo Toscanini
- Maurice Ravel L'Enfant et les Sortilèges conducted by Ernest Bour
Chormusik
In der Chormusik wird oft die Gemeinschaft der Singenden betont. Das trifft auf religiöse Musik zu, aber auch auf Gesangsvereine.
Lied, Song, Ballade
Oper, Operette, Film
Helen Jepson singt hier eine wunderbare Version von Summertime.
Das Lied Tip Toe through the Tulips with me habe ich um 1970 herum zuerst von Tiny Tim gehört.
Salonmusik
Schlager
Marschmusik
Der Königsgrätzer Marsch erinnert an die letzte Schlacht der Österreicher gegen die Preussen und dürfte der Grund sein, warum Letztere noch heute in Österreich abfällig Piefke genannt werden.
Vom Fehrbelliner Reitermarsch kannte ich nur den Text "Wir wollen unsern alten Kaiser Wilhelm wieder haben" - ein schwaches Aufflackern des Royalismus nach dem ersten Weltkrieg.
Sogar mit Zither und Klavier kann man Die alten Kameraden zum marschieren auffordern. Es dürfte allerdings schwierig sein, mit diesen Instrumenten voranzumarschieren.
Ländler
Vinyl 78 Touren
Diese Kollektion enthält neu komponierte Musik, die irgendwo zwischen Jazz und E-Musik angesiedelt ist. Die auf Sekunden genaue Angabe der Länge der Stücke auf den Labels richtete sich vielleicht an Verwertung in Rundfunk, Fernsehen und Film.
Der Komponist Walter Stott von Rotten Row hat sich von 1972 an Angela Morley genannt und ist als Frau aufgetreten, lange bevor das Mode wurde. Er arbeitete danach unter anderem an der Orchestrierung der Musik des Musicals "Jesus Christ Superstar".
((Leser dieses Newsletters werden festgestellt haben, dass ich nicht geschlechtere. Ich benutze das grammatikalische maskuline Genus im Plural für alle Menschen und im Singular für Menschen mit Y-Chromosom (oder unbekanntem biologischem Geschlecht) unabhängig von ihrer gesellschaftlichen Rolle oder sexuellen Ausrichtung. Ich respektiere alle verschiedenen friedlichen gesellschaftlichen Rollen, die von meinen Mitmenschen eingenommen werden, wünsche mir aber auch eine Respektierung meiner Sprachbenutzung, die ja auch irgendwie eine gesellschaftliche Rolle spiegelt. Generell würde ich mir bei diesem Thema etwas Gelassenheit wünschen und empfehle allen die Lektüre der "Tale of the Fishwife and its Sad Fate" in Mark Twains The Awful German Language, um zu lernen aus wievielen Bestandteilen unterschiedlicher grammatikalischer Genera wir alle zusammengesetzt sind.))
Verschiedenes
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